Neuroplastizität - Botox für das Gehirn

Neuroplastizität: Botox für das Gehirn?


Neuroplastizität ist die hoffnungsvolle Zukunft eines jeden Menschen auf dem Planeten. Und doch haben nur wenige Menschen davon gehört und noch weniger wissen tatsächlich, was es bedeutet. Warum aber sollte es wichtig sein? Die Theorie der Neuroplastizität, hat die Fähigkeit, alles zu ändern, was wir über ein glücklicheres und gesünderes Leben zu wissen glauben…

Es ist der heilige Gral der menschlichen Erfahrung.

Durchbrüche in der Neurowissenschaft, haben im letzten Jahrzehnt zu der Erkenntnis geführt, dass wir tatsächlich die physische Struktur unseres Gehirns verändern können. Grundsätzlich kann sich das Gehirn neu verdrahten. Die Wissenschaft zeigt nun, dass Gehirnzellen in der Lage sind, sich zu regenerieren, neue Verbindungen herzustellen und so neue neuronale Pfade zu bilden.

Diese Erkenntnisse beweisen, dass wir unsere eigenen emotionalen Zustände ändern und unseren eigenen physischen Körper heilen können. Alles was wir brauchen ist etwas, was wir alle haben, unser Gehirn.

Grundsätzlich ist das Gehirn formbar

Der Begriff Neuroplastizität, steht dabei für Veränderungen in den Synapsen der Gehirnstruktur – also dort, wo die “Gedankenbildung” erfolgt. Diese Gedanken wandern entlang dieser Synapsen, ähnlich wie ein elektrischer Strom, der durch einen Draht fließt. Die Wissenschaft bezeichnet diese Vorgänge als Rückkopplungsschleifen. Diese Rückkopplungsschleifen bestehen also aus Gedanken, die wiederum in Form von Gedächtnis gespeichert sind.

Interessanterweise sucht das Gehirn nach Übereinstimmungen mit aktuellen Erfahrungen in der Realität. Mit anderen Worten: Gedanken werden von anderen, ähnlichen Gedanken angezogen. Das Gehirn findet diese Übereinstimmungen, verbindet die betreffenden Gedanken und bildet Muster. Diese Denk- und Verhaltensmuster, beziehen sich also alle auf frühere und aktuelle Lebenserfahrungen. Wenn neue Erfahrungen gemacht werden oder neues Wissen erlernt wird, entstehen neue Muster.

Im Detail bzw. auf Zellebene, sieht es so aus…

Im Grunde ist das nicht wirklich neu. Jeder weiß, dass wiederholtes Üben zum Beispiel mit einem Musikinstrument, zu seiner Beherrschung führt. Allerdings führen auch Wiederholungen negativer, selbstverletzender Gedanken und Handlungen zu entsprechenden Mustern. Beispiele für negative Muster könnten u.a. wiederholte Reaktion auf Angst sein, beispielsweise durch Panikattacken oder ein Suchtverhalten. Man könnte sagen, dass Suchtkranke ihre negativen Muster beherrschen.

Es ist bekannt, dass auch Weltklasse-Athleten ihre Muster beherrschen. Im Wesentlichen haben sie lediglich ihre neuronalen Bahnen neu verdrahtet, um fehlerfreie Golfschwünge und Tennisschläge zu produzieren.

Forscher auf dem Gebiet der Psychologie verstehen, wie diese Konzepte zur Änderung von Verhalten angewendet werden können.

Im Folgenden findest Du eine kleine Auswahl von mentalen Übungen, die zur Bildung neuer neuronaler Bahnen beitragen:

  • Verlangsamung der Gehirnwellenfrequenzen – durch regelmäßiges Üben tiefer Meditationszustände. Diese Übung ermöglicht, das Gedankengewirr zu beruhigen, was Fokussierung und Konzentration erleichtert.
  • Kreative Visualisierung – Verwende detaillierte Bilder, um neue Erfahrungen zu machen. Erfahrungen können sowohl real als auch imaginär sein.
  • Emotionen auslösen – Emotionen werden im Körper gespürt. Der Verstand spricht in der Sprache der Sinne. Es ist also wichtig, mit allen Sinnen zu fühlen, es so zu erleben, als ob es tatsächlich passiert.
  • Wiederholung – Wie gesagt, die Praxis ist der Schlüssel. Der Geist muss lernen, die Verbindung durch Wiederholung der gewünschten Absicht herzustellen.

Die Forschung hat uns ein Verständnis dafür vermittelt, wie wir buchstäblich unsere Meinungen ändern können. Wir sind nicht mehr die Opfer unserer vergangenen Umstände. Tatsächlich haben wir mit Hingabe und Ausdauer die Fähigkeit, unser Gehirn aktiv zu beherrschen und zu heilen; wir verändern den Filter, mit dem wir uns selbst und andere sehen. Die Ergebnisse sind unermesslich. Die Neuroplastizität ist unumstritten die wichtigste neurowissenschaftliche Entdeckung der Neuzeit.

Mit Mentaltraining können wir uns diese zu Nutze machen und uns ein Leben ganz nach unseren Vorstellungen gestalten.

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Quellen:
Cara Hewett: “Neuroplasticity- Botox for the Brain?” (26.02.2019)
Bild: “Denkweise Brain-Storming” von mohamed Hassan / Pixabay. Lizenz: Pixabay Lizenz
Video: “Synaptische Plastizität – wie das Gehirn lernt” von MaxPlanckSociety / YouTube. Lizenz: Terms of Service – YouTube


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