Wie binaurale Töne die Meditation erleichtern

binaurale Töne

Es wurden bereits eine Fülle an Studien über binaurale Töne durchgeführt, welche die erstaunlichen Wirkungen auf das Gehirn dokumentieren.

Die Studien schildern geradezu poetisch die Effekte, die binaurale Töne auf die Stimmung, Kognition, Gesundheit (sowohl physisch als auch emotional) und spirituelles Wachstum haben. Persönliche Wachstumsvorteile bieten sich demnach viele. Ein Großteil der Studien dokumentiert jedoch vordergründig die Vorteile von binauralen Tönen für die Meditation.

Was sind binaurale Töne?

Die elektrischen Aktivitäten im Gehirn, werden von Neuronen beeinflusst, von denen wir Milliarden haben. Die Kommunikation zwischen den Neuronen erfolgt dabei über Gehirnwellen. Wenn Du jemals einen EEG- oder Elektroenzephalografie-Test mit einer Elektroden-Kappe auf Deinem Kopf gemacht hast, wirst Du solche Gehirnwellen besser verstehen.

Mit Brainwave Entrainment (Gehirnwellen-Stimulation) ist es nun möglich, diese Gehirnwellen unter äußerer Einflussnahme z.B. mit Musik oder Sound in Einklang zu bringen. Dieser äußere Einfluss bewirkt, dass sich die Frequenzen des Gehirns mit ihm ausrichten.

Bei binauralen Tönen erfolgt die Stimulation mit jeweils verschiedenen Frequenzen über beide Ohren, was eine Art Atmosphäre im Gehirn erzeugt. Je nach Sound-Kombination werden dabei Alpha-, Beta-, Delta- oder Theta-Wellen angesprochen, die verschiedene Reaktionen bzw. Bewusstseinszustände hervorrufen können.

Ein 425-Hz-Ton auf dem einen Ohr und ein 440-Hz-Ton auf dem anderen, erzeugen z. B. binaurale Töne im Bereich von 15 Hz (Differenz), welche die Ohren mit dem Gehirn kommunizieren. Diese 15-Hz-Frequenz arbeitet dann also mit den Gehirnwellen zusammen, um ein Ergebnis zu erzeugen. In diesem Fall im Beta-Wellen-Bereich (14 – 30 Hz) …

Die Geschichte der binauralen Töne

Die Entdeckung der binauralen Töne geht auf das Jahr 1839 zurück. Ein deutscher Professor an der Universität Berlin, Heinrich Dove, veröffentlichte seine Entdeckung im deutschen Wissenschaftsjournal “Repertorium der Physik“.

Einhundertdreiunddreißig Jahre später, 1973, veröffentlichte Dr. Gerald Oster in “Scientific American” die Position, dass sich binaurale Töne als ein “mächtiges Werkzeug in der kognitiven und neurologischen Forschung” erwiesen haben. Er stellte einen Fall vor, der demonstrierte, dass es möglich ist, neurologische Probleme mit binauralen Tönen bzw. Brainwave Entrainment zu diagnostizieren und zu behandeln.

Wie erleichtern binaurale Töne die Meditation?

Mindvalley, einer der weltweit größten Verlage für Persönlichkeitsentwicklung, befragte seine Kunden, um zu verstehen, “warum Menschen nicht meditieren”.

Die Befragten waren sich der Vorteile einer Meditation durchaus bewusst. Doch was waren die Gründe, warum sie Meditation dennoch nicht regelmäßig praktizierten?

Laut den mehr als 400.000 Menschen die geantwortet haben, sind die Hauptgründe warum Menschen nicht bei einer Meditationspraxis bleiben:

– Sie können ihr geistiges Geschwätz nicht zähmen,
– können sich nicht konzentrieren,
– fühlen sich körperlich unruhig
– und es dauert zu lange, um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen.

Klingt einer dieser Gründe nach dem, was auch Du erlebt hast?

Die Verwendung binauraler Töne bietet eine einfache Lösung.

Brainwave Entrainment ist zunächst ein nach High-Tech klingender Name, für ein sehr natürliches Phänomen.

Wenn Du jemals vom Klang der Meereswellen oder einem knisternden Feuer fasziniert warst, hast Du bereits Brainwave Entrainment erfahren. Ebenso verhält es sich, wenn Du Dich von einem musikalischen Beat mitreißen läßt und anfängst, mit dem Kopf zu schütteln oder mit dem Fuß zu tippen. Wenn wir Töne einer bestimmten Frequenz hören, synchronisieren sich die Gehirnwellen mit dieser Frequenz.

Durch das Hören von MP3s oder CDs, die eine Gehirnwellen-Synchronisation erzeugen, kannst Du demnach auch ein gewünschtes Gehirnwellenmuster schnell und zuverlässig induzieren. Binaurale Töne sind eine der beliebtesten Methoden, um das Phänomen der Gehirnwellen-Synchronisation zu nutzen.

Menschen können im Allgemeinen Tonfrequenzen im Bereich von 20 Hz bis 20.000 Hz hören. Das bedeutet, dass unsere Gehirnwellenfrequenzen meistens auch in diesem hörbaren Bereich liegen.

Wie können wir unsere Gehirne nun aber dazu bringen, auf Töne zu reagieren, die wir nicht hören können?

Das Phänomen der binauralen Töne ist der Schlüssel.

Meditation mit binauralen Tönen

Wie wird`s gemacht?

Alles was Du tun musst ist, Dir einen Kopfhörer aufsetzen, Dich entspannen und zuhören. Für viele Menschen bringt dies ihre Gehirne schnell in denselben Zustand wie bei einer tiefen Meditation.

Du solltest alleine in einer ruhigen Umgebung sein, während Du meditierst. Du musst nicht im Schneidersitz sitzen oder Deine Finger in einer bestimmten Pose halten. Sei einfach entspannt.

Das Gehirn braucht sieben Minuten, um die Töne mitzunehmen. Du benötigen aber mindestens 30 Minuten, um vollständig von den Beats zu profitieren.

Es gibt inzwischen dutzende von Websites online, mit binauralen Tönen zu den unterschiedlichsten Schwerpunktthemen, wie persönliches Wachstum, das höhere Selbst, Meditation u.v.m. Wähle Dein gewünschtes Fokusmotiv, lade die binauralen Töne herunter und schalte ein!

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Quellen:
Mike Bundrant in “Binaural Beats: Effect On the Brain” auf https://blogs.psychcentral.com/nlp/2018/08/binaural-beats-effect-on-the-brain/
BinauralBeatsMeditation.com in “The Discovery of Binaural Beats & Dr Gerald Oster’s Auditory Beats In The Brain” auf https://www.binauralbeatsmeditation.com/dr-gerald-oster-auditory-beats-in-the-brain/
Deane Alban & Dr. Patrick Alban in “Binaural Beats: A Meditation Shortcut” auf https://bebrainfit.com/binaural-beats-meditation/

Bilder:
Kopf Gehirn Radiologie” von kai kalhh / Pixabay. Lizenz: CC0 Creative Commons
Musik Kopfhörer Hören Kopf” von Karolina Grabowska / Pixabay. Lizenz: Pixabay Lizenz

Video: inPulser / YouTube

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